Sydney-at-Night-03.-March-2016-2

Sydney und Blue Mountains


Laura und ich stehen an der Bahnstation und warten auf den Zug, der uns nach Sydney bringen soll. Es ist Donnerstag, Laura hat heute früher Schluss gemacht und auch den Freitag frei genommen. Nach zwei Monaten in Newcastle schaffen wir es endlich einmal in die Big City. Eigentlich wollten wir uns heute auch noch mit meinem Bruder Kim und mit Julia in Sydney treffen, die für einen Monat in Australien reisen. Der Flug von den beiden wurde allerdings um einen Tag verschoben, daher kommen sie erst am Freitag an. Daher erkunden Laura und ich, Sydney am Donnerstagabend schon einmal alleine. Sydney scheint eine Stadt zu sein, die nicht ruht. Egal welche Uhrzeit es ist, immer ist etwas los auf den Straßen. Der Strom der Menschen nimmt nachts zwar etwas ab, aber abreißen tut er nie.

Am ersten Abend ließen Laura und ich uns in der Menge treiben und endeten am Harbour. Ich nutzte die Chance und machte gleich tolle Nachtaufnahmen. Über die Stadt zogen Wolken, was für einen super Effekt sorgte. In der Nacht stach das Opera Haus noch mehr raus und durch die Beleuchtung kam die einer Orangenschale nachempfundene Außenwand sehr gut zur Geltung.

Am nächsten Tag sind wir dann zum Flughafen gefahren um die Anderen abzuholen. Kleiner Tipp, wenn man mit dem Zug zum Flughafen fährt, würde ich eine Station weiterfahren, da es direkt zum Flughafen knapp 15$ kostet, steigt man aber eine weiter aus kostet es unter 4$. Wir haben den Bus genommen und sind dann noch 15 Minuten gegangen, was auch für die Anderen mit dem Gepäck kein Problem gewesen ist.

Nachdem das Gepäck abgeladen wurde, haben wir uns zusammen wieder Richtung Harbour gemacht. Dort haben wir dann eine Hafenrundfahrt gemacht. So hat man sie Möglichkeit sehr viel von Sydney zu sehen. Man kann das ganze auch als hopp on hopp off buchen und dann an den verschiedenen Stationen aussteigen und sich die verschiedenen Stadtteile angucken. Da die Beiden aber einen sehr langen Flug hinter sich hatten, haben wir nur die Rundfahrt gemacht. Wieder an Land haben wir uns das Opera Haus einmal von nahem angeschaut. Während die Anderen ein kurzes Nickerchen im botanischen Garten gemacht haben, versuchte ich meine künstlerische Ader beim Fotografieren zu finden. Beim Essen in der Westfield- Mall wurde dann besprochen, wie es weiterging. Der Darling Harbour war gar nicht so weit weg, also ging es nach der Stärkung noch weiter zu dem romantischen Hafen. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft wurde noch der nächste Tag geplant. Etwas ruhiger sollte es sein, mit einem Strandaufenthalt und abends dann zur Mardigra Parade.

Der Strand Aufenthalt wurde mit einem tollen Gang entlang der Küste verbunden. So schlugen wir unsere Handtücher am populärsten Strand von Sydney auf, den Bondi Beach. Nachdem wir uns in dem doch schon recht kalten Wasser in die Wellen gestürzt haben, wurde noch kurz am Strand gechillt, bevor es auf den Bondi to Coogee Walk ging. Der Walk ist sehr empfehlenswert, man kommt an verschiedenen Stränden vorbei und kann unglaublich tolle Aussichten auf die Klippen genießen. Der Walk ist ca. 8km lang und wir brauchten 2 Stunden dafür. Mit dem Bus ging es wieder nach Hause und zum Essen, um sich danach gestärkt auf den Weg zur Parade zu machen. Bei der Parade war es leider so voll, dass man überhaupt nichts sehen konnte. An einigen Stellen konnte man aber dann den einen oder anderen Blick auf die Parade erhaschen. Viel witziger als die Parade sind aber eh die ganzen Leute um die Parade herum, die sich teilweise verkleiden und diesen Tag nutzen um mal so richtig ihre Fantasie auszuleben. Für mich ist die Parade kein Muss um nach Sydney zu kommen, aber es war witzig es einmal miterlebt zu haben.

Am Sonntag ging es dann für Laura wieder zurück nach Newcastle und wir machten uns mit dem Zug auf in die Blue Mountains. Unsere erste Station dort hieß Katoomba. Dort mussten wir erstmal über zwei Kilometer bis zum Campingplatz gehen, was ganz schön ermüdend sein kann mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken. Der Vorteil war dann, dass der Campingplatz genau am Startpunkt zu den Three Sistern ist. Nachdem das Zelt aufgebaut war, machen wir uns auf den Weg. Bei der Anmeldung hatten wir gleich eine Karte mit den Hikingtrails bekommen. Wir entschieden uns für den Cliffwalk zu den Sisters, um dort herunter zu steigern und unten wieder zurück zu wandern. Am Ende hatten wir 16km hinter uns. Belohnt wurden wir dafür mit tollen Ausblicken und die Anderen haben ihr erstes freilebendes Känguru gesehen. Da das ganze doch etwas länger gedauert hatte, als wir dachten, war es schon fast dunkel als wir zurück waren. Wir wollten unbedingt noch eine warme Mahlzeit haben, hatten dafür aber nichts eingekauft. So trieb uns der Hunger dazu den Weg in die Stadt auf uns zu nehmen. Katoomba ist abends wie ausgestorben, glücklicher Weise fanden wir ein Dominos das sogar Pizza für 5$ anbot. Gefühlt war es die beste Pizza, die wir jemals gegessen hatten. Vielleicht war es aber auch nur der Hunger…

Am nächsten Morgen wachten wir frierend in unserem Zelt auf. Die Temperaturen in den Mountains gehen in der Nacht ziemlich nach unten, das hatten wir etwas unterschätzt. Das gute daran war, dass wir pünktlich wach waren und uns frühzeitig auf den Weg nach Blackheat machen konnten. Dort angekommen gingen wir gleich in den ersten Pup um dort anzufragen, wo man hier seine Rucksäcke verstauen könnte. Die superfreundlichen Mitarbeiter boten uns an, die Rucksäcke in einem Büro von ihnen unter zu stellen. Dankend nahmen wir das Angebot an. Eine halbe Stunde später standen wir vor dem Visitorcenter und guckten nach einer geeigneten Route für heute. Wir entschieden uns für den Pulpit Rock Walk. Mit kleineren Umwegen war das ein sehr schöner 10km Wanderweg am Rande der Klippen mit tollen und spektakulären Ausblicken. Mit der Strecke von der Bahnstation kamen wir auch heute wieder auf 16km. Gegen 16 Uhr ging es dann mit der Bahn zurück nach Sydney, um von da aus weiter nach Newcastle zu fahren. Leider hatte der Zug nach Sydney Verspätung, sodass wir unseren Anschlusszug nach Newcastle verpassten. Eine Stunde später machten wir uns endlich auf den Weg nach Hause.

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