Süd Amerika Tour – Cusco & Machu Picchu 1


Nach dem Urwald Abenteuer ging es „wieder“ (wir waren ja schon einmal dort gelandet, allerdings ohne auszusteigen) nach Cusco. Der Stadt zu der man musste, wenn man zum Machu Picchu wollte. Hier startet der berühmte Wanderweg zum Machu Picchu. Ausserdem liegen um Cusco verteilt mehrere alte Inkastätte, die es sich lohnt zu besichtigen. Cusco ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, nicht wegen der angeblichen Überfälle oder sonstiger Kriminalität, sondern wegen der Höhe. Cusco liegt in 3400m Höhe und die Luft ist verdammt dünn dort. In weiser Vorraussicht hatte ich deswegen ein paar mehr Tage eingeplant, bevor wir zum Machu Picchu aufbrachen. Reiseführer warnten vor der Höhenkrankheit, die auftreten könne. Kurze 20m Sprints fühlten sich an wie nach einem 2 Km Lauf und treppen steigen, als wenn man einen Berg erklimmt. Natürlich war ich es bei dem die Höhenkrankheit auftrat. In der ersten Nacht bin ich schweissgebaded, von Übelkeit und Schwindelgefühlen heimgesucht, aufgewacht. Ich schwankte zwischen den Möglichkeiten mich zu übergeben oder mit Trinken mich zu regenerieren. Ich entschied mich fürs Trinken, kann mich aber nur noch erinnern wie ich aus einer 1,5 Liter Flasche getrunken hatte und danach hat mich Laura aufgeweckt, warum ich die ganze Wasserflasche über sie schütten würde. Da bin ich wohl mal eben mit der offenen Flasche in der Hand in Ohnmacht gefallen und habe das Wasser im Bett verteilt. Zum Glück hatten wir ein Zimmer mit zwei Betten. Das war allerdings auch das einzig, wirklich schlimme Erlebnis bzgl. der Höhe. Allerdings habe ich danach auch auf schnelle Läufe oder so verzichtet.

Bevor es zum Machu Picchu ging, hatten wir ca. 3 Tage in Cusco. Diese Zeit nutzen wir um eine Rundfahrt durch Cusco zu machen, was sich auf jeden Fall lohnt. So kommt man bis an den Stadtrand, von wo aus man über die ganze Stadt schauen kan. Man kann dort auch hoch wandern. Allerdings war das nach meiner ersten Nacht, deswegen hatten wir uns für die Rundfahrt entschieden. Auch bei Spaziergängen durch die Stadt konnte man so einiges entdecke. Auf dem Markt lachten einen die Schweineköpfe an und es kann auch passieren, dass man auf einmal auf einem Strassenumzug von einem Stadtviertel gerät. Verkleidete Menschen mit lustigen und gruseligen Masken auf, in bunten Rüstungen, von Jung bis Alt tanzten auf der Strasse.

Einen anderen Tag machten wir einen Ausflug nach Pisac. Pisac ist eine Stadt in der Nähe von Cusco, die aus zwei Teilen besteht. Zum einen die Stadt mit Häusern, wo die Anwohner wohnen und zum Anderen aus der alten Inkastätte, die auf einem Berg liegt. Um dorthin zu gelangen, konnte man entweder ein Taxi oder den viel billigeren Bus nehmen. Wir entschieden uns auf der Hinreise für den Bus. Was für ein Erlebniss, der Bus wurde vollgestopft bis zum absoluten Limit, welches für mich eigentlich schon ca. 5 Leute vorher erreicht war. Eingequetscht zwischen Einheimischen, die in der Enge noch in aller Ruhe ihre Kinder stillten, erreichten wir Pisca. Schon von Weitem konnte man den Berg erkennen. Freudig erwähnte ich, dass dies der Berg ist, den wir erklimmen wollten. Meine Freude wurde nicht von allen Gruppenmitgliedern geteilt. Es wurde diskutiert, ob wir dort wirklich hoch wollten. Am Ende sind wir alle zusammen hoch und es hat sich gelohnt- nicht Einer hat den schweren Anstieg bereut. Wie sollte man auch, wenn man mit solchen Panoramen und Aussichten belohnt wird. Für den Rückweg nach Cusco haben wir uns dann übrigens ein Taxi genommen.

Nach den 3 Tagen in Cusco ging es endlich nach Aguas Calientes, dem Vorort vom Machu Picchu. Hingefahren sind wir dem Zug, der mit Panorama-Fenstern ausgestattet ist. So verpasste man nichts von der atemberaubenden Landschaft durch die man fährt. Von Aguas Calientes aus gelangt man mit dem Bus oder zu Fuss zu der alten Inkastätte.  Da wir recht spät in Aguas Calientes ankammen, haben wir dort übernachtet, um am nächsten Tag genügend Zeit für den Machu Picchu zu haben. Ausser dass man von dort aus zum Machu Picchu gelangt, ist Aguas Calientes total touristisch und langweilig.

Am nächsten Tag war es endlich soweit, der Machu Picchu. Die Freude sollte aber nicht lange halten. Als wir an der Kasse abgewiesen wurden, dass unsere Tickets nicht bezahlt seien, schlug die Freude schlagartig ins Gegenteil um. Ich hatte die Ticket damals anscheinend nur reserviert und nicht bezahlt. Zum Glück hat uns das Hotel dort und unsere freundliche, einheimische Führerin ausgeholfen, sodass wir dann doch noch rein konnten. Was für eine Pleite für mich als Organisator. Aber so hat man wenigstens immer eine lustige Story zu erzählen. Als wir dann drinnen waren, war auch fast aller Ärger wieder vergessen und wir konnten die sagenhafte Inkastätte voll und ganz geniessen.

Wir sind dann noch am selben Abend zurück nach Cusco gefahren, um dort noch eine weitere Nacht zu verbringen, bevor es am nächsten Tag zum nächsten Ziel unserer Reise ging.


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