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South-America Tour – Kolumbien 1


Es ist Freitag und ich kann es kaum erwarten Feierabend zu machen und zum Flughafen zu fahren. Endlich geht sie los, die nächste Reise, das nächste kleine Abenteuer. Dieses Mal geht es auf den südlichen Teil von Amerika, oder wie manche es auch nennen, Latein-Amerika. Ich war so aufgeregt, dass ich schon 2 Tage vorher meine Sachen gepackt habe und nicht wie üblich in der Nacht vorher.

Viel zu kurze 3 Wochen sind wir unterwegs, dabei bereisen wir 3 bzw. 4 verschiedene Länder (in Argentinien sind wir nur ganz kurz). Los geht es mit der Hauptstadt von Kolumbien, Bogota. Danach geht es weiter Peru, Amazonas -> Cusco mit Machu Picchu -> Brasilien und Argentinien mit den Iguasu Wasserfällen -> Rio de Janeiro und Buzios.

Erste Zweifel, ob die Reise richtig geplant wurde, bekam ich schon bei der Ankunft in Bogota. Für Cusco habe ich extra ein bisschen mehr Zeit eingerechnet, da ich in den Reiseführern und Foren gelesen hatte, dass man sich erst einmal an die Höhe gewöhnen muss bevor man den Machu Picchu besteigen sollte. Allerdings liegt Bogota ca. 100m höher als der Machu Picchu und ich hatte dort gar keine Probleme. Es gibt rund um Cusco aber genug zu sehen, wird also schon passen mit der extra Zeit. Jetzt soll erst einmal Bogota erkundet werden.

Bogota hat einige dunkle, nicht so schöne Gegenden. Vom Plaza Bolívar wird allerdings in einigen Reiseführern viel geschwärmt, war in meine Augen aber eher trostlos und langweilig. Andere Viertel, wie die Candelaria, sind sehr bunt und freundlich. Einen super tollen Ausblick über Bogota hat man von dem 3500m hoch gelegenen Monserrate.

Auch ein Muss für Bogota-Besucher ist die Cathedral de Sal, ein altes Salz Bergwerk das in eine Cathedrale umfunktioniert wurde. Auf dem Weg dorthin sollte man auf jeden Fall kleinere Umwege in Kauf nehmen und die tolle Gegend geniessen. Das kleine, freundliche Städtchen Zipaquirá unterhalb der Salzkathedrale ist auch einen kurzen Stadtschlender wert.

Wenn man das Goldmuseum besuchen will, sollte man das nicht wie wir an einem Montag versuchen, da hat es nämlich zu. Ein lustiges Experiment ist es auch, wenn man in Bogota mit dem Bus fährt. Als erstes gilt es in Sekundenbruchteilen das Schild mit den Stadteilen zu identifizieren. Hat man einen Bus gefunden, der in die richtige Richtung fährt – Hand raus – der Bus hält an und sobald man einen Fuss drinnen hat, fährt er auch schon weiter. Auf der Busfahrt selber gibt es ein abwechslungsreiches Entertainment Programm das von Lebensgeschichten bis zum Rap Gesang reicht. Will man den Bus wieder verlassen, drückt man auf den Stoppknopf und kurz darauf werden auch schon die Türen geöffnet. Allerdings sollte man noch nicht aussteigen, denn der Bus befindet sich noch in voller Fahrt.

 


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