Maaika Tattoo-9

Leidenschaft Tätowieren mit Maaika


Für mein Projekt „Leidenschaft“ bekam ich die Chance eine Tattoo Künstlerin bei Ihrer Arbeit zu begleiten.

Wenn du einen Tätowierer bei seiner Arbeit begleiten möchtest, brauchst du natürlich auch die Zustimmung von der Person, die tätowiert wird. Unter der Bedingung, dass diese Person Inkognito bleiben will, bekam ich auch hier die Freigabe; Vielen Dank dafür. Falls jemand diese Person auf den Bildern erkennen sollte, bitte ich darum, dies nicht irgendwo zu posten.

Vielen Dank an Maaika, dass sie so freundlich war und mich mit in Ihr Studio Growink in Heerenveen, Niederlande ließ. Ihr Studio ist ein bisschen anders, als ich es von anderen Tätowierern kenne. Nicht nur das Ambiente ist anders, sondern auch wie sie das Studio führt. Von außen wirkt es nicht so, als wenn sich drinnen ein Tätowierstudio befinden könnte. Selbst ich musste etwas suchen, weil ich vorher nach einem Laden mit Tätowierungen und Piercings im Schaufenster, Ausschau gehalten habe. Was mich begeistert hat, war, dass der Raum eine große Fensterfront hatte, sodass jede Menge natürliches Licht zur Verfügung stand. Perfekt zum Fotografieren und, ich glaube, zum Tätowieren ist es auch nicht verkehrt ordentlich Licht zu haben ;).

Wenn man ein Tattoo von Maaika auf die Haut gebannt haben möchte, muss man sich vorher bei Ihr mit seiner Idee „bewerben“; gefällt Ihr die Idee nicht, bzw. ist es nicht Ihr Stil, lehnt sie es ab. Bekommst du aber einen Termin, geht es dann auch nur um dich und dein Tattoo- sonst ist keiner da.

Nach der Fotosession hat mir Maaika noch ein paar Fragen beantwortet, die euch hier nicht vorenthalten möchte.

Wie startete deine Karriere als Tattoo Künsterlin?

Ich fing ungefähr vor 10 Jahren mit dem Tätowieren an. Damals habe ich das Tätowieren in einem lokalen Laden gelernt. Der Typ, der es mir beibrachte, war nicht wirklich der Beste, aber ich habe die Basics gelernt. Zwei Jahre später wurde ich von einem Laden in Berlin (tatau obscur) als Gasttätowieren eingeladen. Dort habe ich eine Menge über Stil und Aufbau gelernt.

 

Wann hast du deinen ersten eigenen Laden eröffnet?

Nachdem ich ein paar Mal in Berlin war, entschied ich mich dazu meinen eigenen Laden auf zu machen. Diesen habe ich nun schon seit fast acht Jahren.

 

Was inspiriert dich?

Inspiriert werde ich von meinen Kunden und einer Menge anderer Künstler. Ich versuche aber  immer meinem eigenen Stil treu zu bleiben. Wenn ich denke, dass das Tattoo nicht zu mir passt, lasse ich es lieber bleiben.

 

Wie hast du deinen Stil gefunden und wie hat sich dein Stil bisher verändert?

Ein Stil verändert sich immer, beim Malen ist es dasselbe. Allerdings hat jeder Künstler seine eigene Note und diese ist immer zu erkennen. Es ist gut, dass sich der Stil verändert; man sollte niemals still stehen, sondern sich immer weiterentwickeln. Alles verändert sich, warum also nicht auch bei einem selber. Ich mochte schon immer die künstlerisch aufgemachten Tattoos, es ist schön zu sehen wie Tattoo Künstler ihren eigenen Stil entwickeln. Bevor ich anfing mit Tätowieren war ich auf einer Kunstschule- ich war schon immer interessiert an neuen Dingen. Am liebsten mache ich realistische Tattoos. Auf der Kunstschule habe ich anatomische Zeichnungen gemacht, daher denke ich das ich mich immer mit dem realistischem Zeug identifizieren werde 😉

 

Wenn jemand zu dir kommt und sagt: “Mach was du willst, wie Groß oder Bunt, spielt keine Rolle!“ Was würdest du machen?

Wenn jemand mir die „Card Blanche“ geben würde, wäre ich als erstes ziemlich beängstigt 😉 Ich bräuchte etwas Zeit um die beste Idee zu Entwickeln. Auf jeden Fall würde ich gerne reale Elemente einfließen lassen, da bin ich mir ziemlich sicher, aber wahrscheinlich auch etwas Abstraktes. Ich mag auch abstrakte Tattoos sehr gerne.

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