Great-Ocean-Road-22.-March-2016-82

Die Great Ocean Road – Drei Fahrräder – 6 Tage – 331 km (TEIL 2)


Cape Otway – Lavers Hill 46 km

Am nächsten Morgen, waren wir bereit für nächste Steigung in Angriff zu nehmen. Aber erstmal ging es wieder runter und das hat so richtig Laune gemacht. Leider wurde Kim während der Abfahrt von einer Biene in den Fuß gestochen, was seinen Spaß etwas minderte. Der Fuß ist übrigens in den darauffolgenden Tagen immer weiter angeschwollen, was es für Kim nicht gerade einfacher machte. Nach der Abfahrt ging es eine Weile geradeaus, ohne Steigung und ohne Gegenwind. Als es wieder bergauf ging verließen wir die Great Ocean Road und fuhren Richtung Johanna Beach. Laut Reiseführer könnte man dort am Strand campen. Das kann man auch wirklich aber aufgrund mangelndem Trinkwasser und kein Campkitchen beschlossen wir weiter bis nach Lavers Hill zu fahren. Das bedeutete wieder mal 15km nur bergauf, wovon die ersten 4km nur Schotterpiste waren. Dafür wurde man mal wieder mit tollen Landschaften und sehr wenig Verkehr belohnt. In Lavers Hill haben wir den Campingplatz fast nicht gefunden, weil dieser sehr sporadisch auf einer Wiese war und das Ganze von einer Kneipe betrieben wurde die danebenlag. Die Duschen und Toiletten waren auch gerade so ausreichend. Aber der Campingplatz passte sehr gut in das Bild von Lavers Hill. Man könnte es auch Silence Hill nennen, dort ist überhaupt nichts los, total tote Hose. Trotzdem waren wir nicht die einzigen Radler die dort einen Platz zum nächtigen suchten. Ein Franzose der seit 4 Jahren auf der Welt mit seinem Bike unterwegs ist war unser Zeltnachbar. Er ist schon um die 43 000 Km gefahren. Da es hier kein Campkitchen gab haben wir uns von ihm einen Kocher geliehen und konnten so auch endlich mal unser Campingbesteck benutzen.

Lavers Hill – Port Campbell 59 km

Die Nacht war die Kälteste auf der ganzen Reise. Wir hatten uns dick eingepackt und trotzdem gefroren. Dementsprechend sind wir auch recht früh aufgestanden, damit wir uns beim Radeln wieder aufwärmen konnten. Bis nach Princetown ging es fast nur Bergab, kein Wunder waren wir am Tag vorher ja auch nur Berghochgefahren nach Lavers Hill. In Princetown wurde nur ein kurzer Stopp zum Eis essen eingelegt. Danach kam endlich der berühmteste Teil der Great Ocean Road. Auf dem Weg nach Port Campel liegen nämlich die 12 Apostel eigentlich wären es nur 19 Km gewesen aber da wir ja immer bei den Sehenswürdigkeiten abgebogen sind kamen wir am Ende auf 29 Km. Nach sehr vielen Stopps, sehr vielen Fotos und noch mehr extrem tollen Ausblicken sind wir dann auch endlich in Port Campell angekommen. Bei den letzten Sonnenstrahlen bauten wir unser Zelt auf und freuten uns danach wieder eine gut ausgestattete Campkitchen zur Verfügung zu haben.

Port Campbell – Warrnambool 75 km

Der nächste Tag fing sehr entspannt an. Eigentlich hatten wir für heute geplant nur 20Km bis nach Port Stephens zu fahren. Daher haben wir nachdem wir gefrühstückt und alles zusammen gepackt haben, noch etwas an dem kleinen Strand entspannt. Bis nach Port Stephens waren es dann aber nur 13 Km und da es nicht mehr Berg hoch ging und auch kein Gegenwind herrschte entschlossen wir uns weiter zu fahren. Entweder wir würden einen Campingplatz finden oder Wild campen. Das nächste Ziel hieß also erstmal Childrens Cove. Um dorthin zu gelangen wurde die Great Ocean Road wieder einmal verlassen. Was in diesen Fall nur ein sehr kleiner Umweg war. Die Strassen wurden wieder sehr angenehm zu fahren da auf den Nebenstrecken fast kein Auto fuhr. Kurz bevor wir bei unseren Ziel ankam ist bei Kim noch eine Speiche gebrochen. Das Hinterrad hat dadurch natürlich extrem geeiert. Wir haben dann einfach die Bremse gelöst und es war wieder einigermaßen fahrbar. Bei dem Childrens Cove entschieden wir uns dann die letzten 28Km bis nach Warrnambold noch durchzuziehen. Nachdem der Ausblick noch einmal genossen wurde (Childrens Cove ist ein echter Geheimtipp) wurden also die letzten 28Km unserer Reise in Angriff genommen. Auf dem Weg kamen wir an mehreren Weiden mit Pferden oder Kühen vorbei, die jedesmal neben uns mitgelaufen sind. Zusammen mit der langsam untergehenden Sonne gab das ein richtig tolles Bild. Um sieben Uhr kamen wir schließlich kurz vor Sonnenuntergang bei unserer Endstation an. Mit 75 Km haben wir damit noch einmal einen Strecken Rekord aufgestellt genau wie die Sonnenstunden an diesem Tag.

Zufrieden verbrachten wir noch einen Tag dort, bevor es dann mit dem Zug wieder zurück nach Melbourne und dann bald wieder zurück nach Newcastle ging.

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