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Australien Ost-Küste – Teil 1


Um sechs Uhr morgens landeten wir in Cairns. Noch eingepackt von dem kaltem Wetter der letzten Tage, freuten wir uns über die warmen Temperaturen. Noch zwei Stunden bevor wir unseren Hippi Camper abholen konnten, also chillten wir noch etwas am Flughafen. Die Sonne ging langsam auf und wir bemerkten, dass es zwar warm war, aber der Regen uns weiterhin keine Pause gönnen wollte. Im strömenden Regen holen wir den Camper ab und fuhren erst einmal ans Meer um eine Runde zu schlafen. Als wir wieder aufwachten, war der Regen weg und die Sonne lachte uns entgegen. Freudig fuhren wir Richtung Norden bis nach Palm Cove, wo wir uns einen schönen Campingplatz suchten. Bis zum Sonnenuntergang haben wir dann noch den schönen Palmenstrand genossen.

Der nächste Tag hat immerhin ohne Regen begonnen. Begleitet von gelegentlichen leichten Regenschauern fuhren wir in Richtung Daaintree Rainforest. Sobald man mit der Fähre über den Fluss kam, war man mittendrin und der Handyempfang war auch weg. Da wir das vorher wussten, hatten wir uns schon vorher telefonisch eine Tour durch den Regenwald gebucht. Der erste Campingplatz hatte leider keinen Platz mehr frei, da die meisten Plätze von dem ganzen Regen überflutet waren. Auf dem nächsten haben wir noch einen Platz bekommen, wo wir uns dann mit unserem Camper in ein Schlammloch stellen durften. Genervt vom Regen haben wir uns dann erst einmal in unseren Camper verkrochen. Eine Stunde vor Sonnenuntergang haben wir uns dann entschieden schon einmal den Treffpunkt für unsere morgige Regenwaldtour zu erkunden. Während der Erkundung hatten wir unsere erste Begegnung mit einem Helmkasuar- danach war aller Ärger wegen des Regens weggespült.

Am nächsten morgen ging es früh zum Treffpunkt, an dem die Regenwaldtour starten sollte. Es war eine sehr kleine Gruppe: Wir zwei und noch ein anderes Pärchen. Zu Fuss ging es im strömenden Regen durch den Regenwald. Es schien als wollte der Wald uns beweisen, dass er den Namen zu recht trägt. Nach 4h marschieren, mit zwei Fluss Durchquerungen und jede Menge Information über den Wald und die Geschichte, kamen wir komplett durchnässt wieder an unserem Camper an. Gestört hat es uns allerdings nicht, wir hatten sowieso schon damit gerechnet, nicht trocken aus der Sache rauszukommen.

Nach der Wanderung machte der Regen erstmal eine Pause und wir machten uns auf zur nächsten Tour. Diesmal ging es mit einem kleinen Boot den Fluss entlang. Dabei konnte man Vögel und ein paar Krokodile beobachten. Eine Stunde später fuhren wir weiter Richtung Norden nach Cape Tribulation. Dort fanden wir einen schönen und günstigen Campingplatz. Wir hatten noch genug Zeit, um uns den Strand und verschiedene Outlooks anzuschauen. Die Sonne versuchte noch einmal halbwegs erfolgreich gegen die Regenwolken anzukommen und sorgte somit für einen sagenhaften Ausblick. Der Urwald, der abrupt am Strand endete, dazu das menschenleere Meer und die wegziehenden Regenwolken sorgen für einen Anblick, der sich tief ins Gedächtnis einbrannte.

Von leichten Regenschauern begleitet, ging es am nächsten Tag zurück nach Cairns. Kurz vor Cairns machten wir noch einen Abstecher zu den Crystal Cascaden. Ein lohnender Umweg- wenn es nicht zu kalt ist, kann man auf dem Weg zu dem Wasserfall in mehreren kleinen, natürlichen Pools schwimmen gehen.

Der nächste Tag startete damit unsere Mütter in der Früh vom Flughafen abzuholen. Da die Sonne endlich die Regenwolken vertrieben hatte, wurde der Tag entspannt an den schönen Stränden verbracht. Ausgeruht ging es am Tag darauf dann zur Wanderung auf den Mount whitfield. Nach einem anstrengenden Aufstieg konnte man einen tollen Ausblick über Cairns und die Regenwälder genießen.

Cairns hinter uns lassend, ging es am nächsten Tag Richtung Süden mit dem Ziel Innesfail. Vorher wurde noch ein lohnender Umweg über die Atherton Tablelands gemacht. Ein Muss, wenn man in der Gegend ist. Traumhafte Landschaften und große Wasserfälle belohnen den kurvigen Aufstieg. Gegen Abend erreichten wir dann das Recht triste Ziel-Innisfail.

An einem Strand, der als Geheimtipp gewertet werden kann, wurde die Hälfte des nächsten Tages verbracht. Etty Bay ist ein traumhafter, fast menschenleerer Strand, wo man unter Palmen das Meer genießen und die faszinierenden Helmkasuare beobachten kann. Danach ging es ohne Zwischenstopp weiter bis nach Townsville.

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